Dojo


Dojo
Lychener Straße 12
erdgeschoss im hinterhaus
Prenzlauer Berg
10437 berlin


- Kostenloses Probetraining nach Anmeldung
- Intensives Training in kleiner Gruppe
- morgentraining
- 30 m² Tatami
- sauna im garten

 


Trainingszeiten


Abendtraining
montag 19.00 – 20.30 Uhr / mittwoch 19.00 – 20.30 Uhr

Morgentraining
dienstag 08.00 – 9.30 Uhr / donnerstag 08.00 – 09.30 Uhr

Kindertraining
donnerstag 16.00 – 17.00 Uhr


kontakt



Email schreiben

(bitte alle felder ausfüllen)







 

Mikael Eriksson
(3. Dan Aikikai)
Telefon: (030) 44 65 15 43

frank mentges
telefon: (0172) 721 06 08

 


Impressum


Inhaltlich verantwortlich:

Mikael Eriksson
Lychener Straße 12
10437 Berlin
Telefon: (030) 44 65 15 43


frank mentges
Lychener Straße 12
10437 Berlin
Telefon: (0172) 721 06 08
   

   
technische betreuung:

Fisch Web Design
c/o oliver fischer
sophienstraße 1a
38304 wolfenbüttel
telefon: (0179) 4711 613
info(at)webdesigned.org

www.webdesigned.org
visualisierung:

fotos:
conny prill

grafische bearbeitung:
jana weiz

FAQ
alle texte mit freundlicher genehmigung des autors
aikido - die friedliche kampfkunst | Stefan Stenudd © 1992, 1998 | Arríba Verlag (Malmö)
übersetzt von: Sabine Neumann (Malmö)


vorwort
die "unmögliche" kampfkunst
kein gegener, kein kampf
weiblicher vorteil
hier und jetzt
wohlbehagen


vorwort


„Der Kern des Aikido ist es,
Harmonie mit der Bewegung
des Universums zu erlangen
und mit dem Universum selbst
in Einklang zu sein.
Wer zum Kern des Aikkido
gelangt ist, hat das Universum
in sich und kann sagen:

" Ich bin das universum.“

Morihei Ueshiba
(Begründer des Aikido)

 


zurück


die "unmögliche" kampfkunst (1)


Budo ist der zusammen-
fassende Name für alle
japanischen Kampfkünste,
wie Judo, Karatedo, Kendo,
Iaido, Kyudo und viele mehr.

Wie diese hat auch Aikido
seinen Ursprung in Japan und
teilt einen guten Teil seiner
Eigenschaften mit den
anderen Budoarten.

Jede der japanischen Kampf-
künste hat sicherlich ihre
technischen und theoretischen
Besonderheiten, aber selbst
wenn man das berücksichtigt,
so nimmt Aikido eine
Sonderstellung ein.

 

Die meisten der Eigenheiten
von Aikido kann man mit
Negationen beschreiben:
in Aikido gibt es keinen Wett-
kampf, keine Angriffs-
techniken, keinen Gegner,
man gebraucht keine Körper-
kraft und es ist nicht möglich
den Weg abzukürzen.

Selbst die grundlegendsten
Bewegungen von Aikido sind
schwer zu lernen und es gibt
wohl wenige , die von sich
sagen, dass sie - selbst nach
mehreren Jahrzehnten Training
- Aikido auch nur teilweise
beherrschen.

 
seite 1
seite 2
seite 3

zurück


die "unmögliche" kampfkunst (2)


Man könnte also Aikido fast
als völlig unmöglich be-
zeichnen. Der Weg ist lang bis
zu den kurzen Augenblicken,
da die eigenen Bewegungen
sich nicht mehr plump an-
fühlen und noch länger bis zu
den seltenen Momenten, da
man auch Harmonie mit den
Bewegungen des Trainings-
partners erfährt.

Deshalb kann man leicht
fragen, warum es überhaupt
Menschen gibt,
die sich darin versuchen.

 

Jene die bei Aikido bleiben
- und das sind nicht über-
wältigend viele - scheinen
gerade von den Schwierig-
keiten angezogen zu sein.

Die moderne Welt bietet viel
zu oft leicht errungene Beute,
mit blendendem Äußeren und
schalem Inhalt.

Manche möchten deshalb auf
etwas setzen was auf der
Oberfläche nicht glänzt oder
sogar fast abweisend zu sein
scheint, dessen Inneres aber
womöglich etwas völlig
anderes birgt.

 
seite 1
seite 2
seite 3

zurück


die "unmögliche" kampfkunst (3)


Es gibt zwar im Aikido eine
Vielzahl von Techniken und
Trainingsformen, doch sein
sichtbarer Teil ist nur die
Spitze des Eisberges.

Es ist sein Inneres das
eigentlich umfangreich ist
und je weiter man in der
eigenen Entwicklung kommt,
desto anspruchsvoller wird
auch das Training.

 

Der Anfänger ahnt die
komplexität von Aikido
vielleicht, kann sie aber un-
möglich in ihrer Gänze
erkennen.

Sie zeigt sich nur schritt-
weise, so wie eine Landschaft
sich desto mehr dem Blick
öffnet, je höher man steigt.

 
seite 1
seite 2
seite 3

zurück


kein gegner, kein kampf (1)


Das Aikidotraining ist denkbar
einfach klar in seiner Form.
Einer greift an und einer
verteidigt sich - der erste mit
einem Griff, einem Schlag oder
einer der vielen Waffen der
Kampfkünste, der zweite mit
den weggleitenden Aikido-
bewegungen.

Die Angriffstechniken sind
kein Aikido. Sie können von
den anderen Kampfkünsten
entliehen sein oder ganz
einfach ein Griff oder Schlag,
welcher überhaupt nicht zu
einer Kunst entwickelt wurde.
Es ist nur die Verteidigung die
Aikido ist.

 

Diese Veretidigung darf auch
nicht im geringsten aggressiv
ausgeführt werden, etwa um
den Gegner zu unterwerfen
und als Sieger dazustehen.

Wenn es einen Sieger gibt, so
sagt das Aikido, so gibt es in
Wirklichkeit zwei Verlierer.

Die Techniken des Aikido
sollen gekennzeichnet sein
von unendlicher Folgsamkeit,
sie führen die angreifende
Kraft sanft an seinem Ziel
vorbei und im Bogen auf einen
harmlosen Schluss zu, in dem
keiner Schaden nimmt.

 
seite 1
seite 2
seite 3

zurück


kein gegner, kein kampf (2)


Sie sollen in einem friedvollen
Geist ausgeführt werden, so
als hätte ein Streit nie statt-
gefunden und sollen sowohl
den Angegriffenen als auch
den Angreifenden vor
Schaden bewahren.

Das Ideal ist nah, wenn ein
außenstehender Beobachter
sicher ist, dass der Verlauf
zwischen Angreifer und
Verteidiger abgesprochen ist,
wenn es für ihn wie Mogelei
aussieht.
Idealerweise soll der An-
greifer im Verlauf der
Bewegung nie etwas anderes
denken, als dass sie so

 

verläuft wie gewünscht und
beabsichtigt, dass das, was
geschieht, genau das ist,
worauf der Angriff von Anfang
an hinzielte.

Eine gute Weise Aikido zu
beschreiben ist zu sagen,
dass man nicht versucht
einen Angriff abzuwenden,
sondern ihm zu seiner Voll-
endung zu verhelfen.

Ebenso wichtig im Aikido ist
es die Techniken nicht als
Konter, als Reaktion auf
plötzliche Angriffe zu sehen.

 

 
seite 1
seite 2
seite 3

zurück


kein gegner, kein kampf (3)


Die Techniken sind Bögen und
Spiralen, die sich ständig im
Trainierenden bewegen - und
im Raum der ihn umgibt.

Das ist ungefähr dasselbe
wie der Tanz, der sich in der
Melodie und im Rhythmus der
Musik verbirgt.

Was der Angreifende macht
ist ganz einfach eine
Aufforderung zum Tanz.

 

 

 
seite 1
seite 2
seite 3

zurück


weiblicher vorteil (1)


Schon in den ersten Jahren
des 20. Jahrhunderts hatte
Morihei Ueshiba mehrere
weibliche Schüler die unter
gleichen Bedingungen wie die
Männer und mit diesen
trainierten und die ebenso
imponierende Fertigkeiten
erlangten.
So ist das fortwährend.
Beide Geschlechter trainieren
uneingeschränkt miteinander
und entwickeln ihre Fertig-
keiten nach persönlichen
Voraussetzungen die nicht
das geringste mit der
geschlechtlichen Zuge-
hörigkeit zu tun haben.

 

Allerdings wenn man
verallgemeinern muss, so
kann man vorsichtig sagen,
dass eines der beiden
Geschlechter einen gewissen
Vorteil , einen gewissen
Vorsprung hat: Die Frauen.

Das beruht auf der Natur des
Aikido. Jungen und Männer
haben die Gewohnheit ihre
Muskeln anzuspannen und
sich mit Siegergelüsten und
Trotz in den Kampf zu werfen.
Das ist fern vom Ideal des
Aikido. Frauen tendieren
generell eher dazu den
weicheren Weg auszu-
probieren,

 
seite 1
seite 2

zurück


weiblicher vorteil (2)


Nachgiebigkeit anstelle von
Sturheit zu zeigen und lieber
zu folgen als zu leiten. Das ist
ein besserer Keimboden für
ein hochstehendes Aikido.

Obwohl in Japan als auch in
Schweden Aikido von mehr
Männern als von Frauen
ausgeübt wird, kann man oft
diesen weiblichen Vorsprung
in der Ausführung und ent-
wicklung sehen.
Frauen haben selten das-
selbe Bedürfnis nach
Selbstbehauptung von dem
Männer allzu oft beherrscht

 

 

werden und sie finden auf
diese Weise den schnelleren
Weg zu einem Aikido,dass
durchwirkt ist von Sanftheit,
Generosität und Wohlwollen.

Das ist ein strahlender Vorzug.

Um der Harmonie und des
Gleichgewichts willen ist es
wichtig, hellhörig für das
Weibliche zu sein - um sich
herum und in sich selbt,
gleich welchen Geschlechts
man auch ist.

 

 
seite 1
seite 2

zurück


hier und jetzt (1)


Im Kyudo, dem japanischen
Bogenschießen, ist es
unangebracht für den
Anfänger mehr als einen Pfeil
in seinem Köcher zu haben.
Sonst geschieht es leicht,
dass er wenn er mit dem
ersten Pfeil zielt, schon an
den nächsten denkt.

Man muss voll und ganz auf
das womit man beschäftigt
ist, auf das in dem man
steckt, konzentriert sein.
Demjenigen der sich von dem
was vorher geschah oder
dem was später kommt zer-
streuen lässt, fällt es schwer
die Zielscheibe zu treffen.

 

Das gilt selbstverständlich für
alles was man sich vornimmt.
Wer dabei ist etwas zu lernen,
macht auf dem Weg un-
vermeidlich viele Fehler.
Wenn man sich von diesen
beunruhigen lässt, hat man es
doppelt so schwer sie hinter
sich zu lassen.
Eine schlechte Leistung muss
vergessen werden, damit sie
den Ausübenden nicht ent-
mutigt. Ebenso kann eine gute
Leistung sogar für den
Routiniertesten zum Hindernis
werden, wenn er sich nämlich
Sorgen macht ob es möglich
ist sie zu wiederholen.

 
seite 1
seite 2

zurück


hier und jetzt (2)


Für den optimistischen
Anfänger ist es am üblichsten,
dass er eifrig Pfeile abschießt
in der Überzeugung, dass der
nächste noch besser wird
und der danach besser als
jener. er wird also ein
strahlender Bogenschütze
sein - in der Phantasie.
Will er das auch in der
Wirklichkeitsein, so ist es am
besten den Köcher zu leeren
und zu lernen sich auf einen
Pfeil zu konzentrieren.

 

Das ist nicht nur eine
pädagogische Finte, sondern
ein grundlegendes Prinzip der
östlichen Kultur.
Im Shintoismus, der alten
japanischen Religion, ent-
spricht das Wort nakaima
ungefähr dem christlichen
Begriff Paradies. Nakaima ist
aus zwei Wörtern zusammen-
gesetzt: hier und jetzt.
Wer ausschließlich hier und
jetzt leben kann, genau da wo
er sich befindet, still halten
kann und sich nicht von etwas
anderem ablenken lässt, der
hat gewiss einen para-
diesischen Zustand erreicht.

 
seite 1
seite 2

zurück


wohlbehagen (1)


Ich habe jetzt ziemlich viel
darüber geschrieben welche
Einstellung, Attitüde und
Methode die fruchtbarste ist
um Fortschritte im Aikido zu
machen. Aber eine Frage
drängt sich auf: Warum soll
man Aikido überhaupt lernen?

Das ist eine in höchstem Grad
berechtigte Frage. Wenn man
nicht irgendeine Antwort
darauf in sich trägt, glaube
ich kaum, dass man be-
sonders lang in einem Dojo bleibt. Man braucht ein Motiv.
Es gibt eine Reihe Argumnete
für Aikido auf verschiedenen
Ebenen.

 

Das unmittelbarste
ist die Bewegung und der
Nutzen die dieser für den
Körper hat. Man lernt auch
besser mit seinen Glied-
maßen, seiner Haltung und
seinem Gleichgewicht um-
zugehen.
Selbstverteidigung ist auch
eine denkbare Motivation,
auch wenn ich bis jetzt noch
keine einzigen Aikidoka ge-
troffen habe, der der
Meinung ist, dass dieses
Argument schwer wiegt.
Beim nächsten Schritt stößt
man auf die lebens-
spendende Energie Ki und
dass man tanden findet,

 
seite 1
seite 2

zurück


wohlbehagen (2)


das Zentrum des mensch-
lichen Körpers.
Aber all das könnte genauso
gut ein Kalbsteak sein das
weit weg von uns in un-
erreichbarer Höhe am Himmel
schwebt, vielleicht sogar ein
Schwindel, wenn nicht auch
der Weg zum Erwerben all
dieser Vorteile ein Anziehungs-
kraft hätte.

 

Ich glaube dass keines der
großen Ziele in Wirklichkeit
etwas wert ist sondern dass
es vor allem um das
befriedigende Gefühl geht das
man empfindet wenn man
Aikido übt.

Der Weg ist das Ziel und wenn
der Weg nicht in sich selbst
Belohnung genug ist, dürfte
die Zukunft auch nicht
mehr zu bieten haben.

 
seite 1
seite 2

zurück


Trainingszeiten
Impressum
Kontakt
Dojo
Links